Mitte Juli war es so weit: Unser Verein machte sich mit dem Bus auf zum Vereinsausflug in die Hallertau. Mit 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es bei hochsommerlich wundervollem Wetter hinaus in eine Landschaft, die nicht nur nach Urlaub aussieht, sondern auch nach Tradition, Handwerk – und natürlich nach Hopfen.
Station 1: Hallertauer Hopfenhof – nah dran am Hopfenhandwerk
Unser erster Halt führte uns zum Hallertauer Hopfenhof, wo uns eine sehr fachkundige, rundum gelungene Führung erwartete. Schritt für Schritt bekamen wir einen Einblick in die Produktionsstätten des Hopfenanbaus – und vor allem in die mühsame Arbeit, die hinter dem „grünen Gold“ steckt. Vieles, was man sonst nur als romantische Postkartenidylle kennt, wurde plötzlich greifbar: von den Abläufen über die Technik bis zur Arbeit, die Jahr für Jahr nötig ist, damit am Ende Qualität im Sack landet.

Besonders eindrucksvoll war der Besuch in den Hopfengärten selbst. Und ja: Hopfengärten, nicht Hopfenfelder.
Warum sagt man „Hopfengarten“ und nicht „Hopfenfeld“?
Weil Hopfen keine niedrig wachsende Feldpflanze ist wie Getreide oder Raps, sondern eine Kletterpflanze, die an einem aufwändigen Gerüstsystem (Stangen, Drähte, Rankhilfen) mehrere Meter in die Höhe wächst. Die Anlagen wirken dadurch eher wie „gepflegte Gartenkulturen“ als wie ein flaches Feld – und werden traditionell auch so bezeichnet. Außerdem steckt in diesem Wort ein Stück Hallertauer Identität: Der Hopfen wird „im Garten“ gehegt, geleitet, gepflegt – fast wie eine eigene Welt aus Drähten, Ranken und Handarbeit.
Nach so viel Input wartete das nächste Highlight: ein schmackhaftes bayerisches Brotzeitbuffet – genau das Richtige an einem warmen Julitag. Ein großes Dankeschön geht dabei auch an die sehr nette Hopfenbäuerin Kathrin Kund, die den Hopfenhof spürbar mit Herz und Gastfreundschaft prägt.

Tipp für alle, die ebenfalls einen Ausflug planen:
Der Hallertauer Hopfenhof eignet sich hervorragend für Gruppen – die Kombination aus Führung, Einblicken in die Praxis, Hopfengarten-Besuch und Brotzeit macht das Ganze zu einem rundum stimmigen Erlebnis. Wer sich für Landwirtschaft, Regionales oder einfach gute bayerische Kultur interessiert, ist dort bestens aufgehoben.
Station 2: Brauerei Kuchlbauer – Bierkultur trifft Hundertwasser
Nach dem Mittagessen ging es weiter zur Brauerei Kuchlbauer, wo die nächste Führung auf uns wartete. Hier stand neben dem Bier vor allem eines im Mittelpunkt: Architektur.
Viele waren begeistert von den unverwechselbaren Formen, Farben und Details im Stil von Friedensreich Hundertwasser. Nach dessen Vorgaben wurde die Brauerei zwischen 2007 und 2010 von seinem langjährigen Architekten Peter Pelikan umgebaut – und das sieht man: verspielt, kreativ, überraschend und irgendwie „lebendig“. Ein Ort, der nicht nur Brauerei ist, sondern auch Erlebnis.
Zwischendurch genossen wir richtig schöne, entspannte Momente im Biergarten – im Schatten sitzen, ratschen, die Atmosphäre aufnehmen: genau das, was einen Vereinsausflug ausmacht.
Und wer hoch hinaus wollte, für den wurde der Kuchlbauerturm zum Höhepunkt: Die weite Aussicht über die Landschaft war für viele ein echtes „Wow“-Erlebnis und ein perfekter Kontrast zur gemütlichen Biergartenruhe.

Fazit: Zwei Highlights – ein rundum gelungener Tag
Am Ende waren sich alle einig: Das war ein Ausflug, der lange nachklingt.
Für die einen war das Highlight die freundliche, entspannte Atmosphäre am Hopfenhof – mit echter Nähe zur Hallertauer Welt. Für andere war es die Aussicht vom Kuchlbauerturm und die Hundertwasser-Architektur, die so gar nicht alltäglich ist.
Und über allem lag dieses Gefühl, das nur ein Julitag schaffen kann: Sonne, Sommer, Gemeinschaft – und ein Stück Bayern, wie man es sich wünscht.