Historische Wegpunkte
Unser Verein blickt auf eine lange Geschichte zurück. 120 Jahre! Das ist eine unvorstellbar lange Zeit, in der Menschen mit Ihrem Tun und Handeln den Gartenbau und unsere Gemeinde in ihrer jeweiligen Zeit gestaltet und geprägt haben. Vieles wurde damals nicht festgehalten und dokumentiert, aber die wichtigsten Meilensteine sind unten zusammengefasst. All den Menschen, die ehrenamtlich, nachhaltig und ausdauernd diese Entwicklung mitgetragen haben, gilt unser Respekt und ist uns Ansporn den Verein in eine neue Zeit weiterzuführen.
Die Geschichte unseres Vereins
Historischer und gemeindlicher Kontext
Wir starten in unser 120. Jahr! Mit Stolz und Freude führen wir den Verein weiter. Mit insgesamt 11 Veranstaltungen für unsere erwachsenen Mitglieder und 4 Veranstaltungen für die Kinder ist unser Terminkalender in diesem Jahr gut gefüllt.
In Straßlach-Dingharting leben im Januar 2026 insgesamt 3569 Einwohner. In der Zeit seit der Gründung unseres Vereins gab es 25 Bürgermeister, die für den Verein prägendsten werden hier erwähnt.
Mit ca. 130 Mitgliedern sind wir einer der größeren Vereine der Gemeinde Straßlach-Dingharting. Wir gewinnen viele junge interessierte Mitglieder.
Anerkennung unseres Vereins als gemeinnützig, und Eintragung ins Vereinsregister. Der Verein firmiert nun unter dem Namen "Obst- und Gartenbauverein Dingharting-Straßlach e.V."
Neugründung einer Kindergruppe mit 10 Mitgliedern zwischen 6 und 11 Jahren. Es finden 4 Veranstaltungen für Kinder pro Jahr statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Ziel ist die Heranführung von Kindern an die Natur und unsere ländliche Umgebung, sowie die natürliche Neugier der Kinder auf Ihre Umwelt mit Exkursionen, Forschungsstationen und kleinen Abenteuern zu fördern.
Der Bezirksverband Oberbayern für Gartenkultur und Landespflege e.V. wird im August 2024 eine nach § 2 BNatSchG anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung. Er vertritt in Oberbayern rund 630 lokale Gartenbauvereine, so auch unseren Verein. Diese Anerkennung steht für unsere Arbeit.
Neuwahlen mit Vorstandswechsel. Bernhard Büchting tritt in den wohlverdiensten Ruhestand. Neue 1. Vorsitzende wird Catharina Bartmann, die bisherige Schriftführerin.
Hans Sienerth wird Bürgermeister
Ein Jubiläumsbaum wird gepflanzt, Geschenk des Bezirksverbands von Oberbayern zum 100-jährigen Jubiläum 2006. Dieser Baum schmückt noch immer den Eingang zum neuen Friedhof in Großdingharting.
Der Verein organisiert im Auftrag der Gemeinde in den Jahren 2000 und 2003 den Wettbewerb "Naturnaher Garten". Die Gemeinedesiegerin belegt auch im Landesentscheid den 2. Platz.
Der Verein organisiert im Auftrag der Gemeinde mit beachtlichem Erfolg den Wettbewerb "Lebensraum Obstbaum".
Bernhard Büchtig übernimmt den Vorsitz des Vereins und hält 2 mal jährlich Versammungen und Infomationsveranstaltungen, sowie Kurse zum richtigen Schnitt von Obst- und Ziergehölzen ab. Um den Umweltschutz zu fördern bietet der Verein regelmäßig Bodenuntersuchungen an und setzt sich für die Anlage von naturnahen Gartenanlagen und die Vermeidung von chemischen Pflanzenschutzmitteln ein.
Wilhelm Streit wird Bürgermeister. Er übt sein Amt bis 2002 aus.
Bau des Rathauses und des Feuerwehrhauses Straßlach.
Maria Büchting setzt sich nach der Zusammenlegung der Ortseile Dingharting und Straßlach zur Gemeinde Straßlach-Dingharting mit großem Erfolg für die Aufnahme von Bürgern aus Straßlach in den Verein ein, spontan treten 23 neue Straßlacher Mitglieder bei. Der Vereinsname wird geändert in: "Obst- und Gartenbauverein Dingharting-Straßlach".
Lorenz Lang wird der erste Bürgermeister der zusammengelegten Gemeinde Straßlach-Dingharting. Die Gemeinde gehört jetzt zum Landkreis München, vorher gehörte es zu Wolfratshausen.
Neue 1. Vorsitzende wird Maria Büchting.
Dingharting steht an der Spitze des Landeswettbewerbs "Blumenschmuck zu den Olympischen Spielen"
Premierminister Jawara aus Gambia stattet mit seiner Gattin unserem preisgekrönten Dorf (Großdingharting) einen Besuch ab, Ein Festtag für das ganze Dorf.
Bürgermeister von Dingharting wird Lorenz Lang.
Großdingharting belegt den 2. Platz beim Landesentscheid des Wettbewerbs "Das schönere Dorf".
Großdingharting wird Kreissieger des Landkreises Wolfratshausen in der Kategorie "Das schönere Dorf" und belegte unter 165 Bewerbern den 3. Platz im Landesentscheid.
Der Gartenbauverein setzt sich immer mehr für die Erhaltung des Geschaffenen ein und ist maßgeblich an der Bepflanzung rund um den Weiher beteiligt. Er veranstaltet Blumenschmuckwettbewerbe und sorgt so für ein neues Bewusstsein für unsere Heimatgemeinde.
Unterstützer und Förderer der Ortsverschönerung war Peter Pettinger, der ab 1966 Bürgermeister der Gemeinde Dingharting war. In dessen Ära wurde der Ausbau des Dorfweihers 1967 in Großdingharting durchgeführt. Kosten: 2100 DM. Für diesen Betrag wurde eine Schutzmauer zum Wirtsgarten, ein neues Geländer, 100 m Granisteinmauer und ein Springbrunnen errichtet.
1. Vorsitzender wird Emmeran Feichtmair, unter seiner Leitung wird mit der Ortsverschönerung begonnen. Der Blumenschmuck an den Häusern wird zum Aushängeschild der Gemeinde.
Eröffnung der Straßlacher Grundschule
Hailafinger Bürgerinitiative errichtet mit eigenen Mitteln ein Transformatorenhäuschen an der Waldstraße.
Währungsreform, die Reichsmark wird von der D-Mark abgelöst.
Straßlach hat einen Mini-Flughafen für die Amerikanischen Besatzer (Hauptquartier im Trambahner-Ferienheim) zwischen der Hochspannungsleitung und der Tölzer Straße.
Der II. Weltkrieg prägt auf fürchterliche Weise auch den Alltag in unseren Orten. Amerikanische Phosphorbomben fallen und etliche Männer verlieren Ihr Leben an der Front. Nach den großen Bombenangriffen auf München kommen viele Münchener dauerhaft in Ihre Wochenendhäuschen in Staßlach. Flüchtlinge kommen außerdem aus Oberschlesien, Pommern, Ostpreußen, Tschechei, Österreich und Russland.
Josef Niedermair übernimmt den Vorsitz des Vereins für 30 Jahre
Eine Post wird in Straßlach eröffnet.
Die Hailafinger Wochenendsiedlung entsteht. Bis 1948 gibt es dort weder Strom noch Wasser.
Straßlach hat 326 Einwohner in 64 Haushalten.
Das Isar-Werk wir eröffnet, heute liefert E.ON jährlich 11,2 MW, Strom für ca. 17.000 Haushalte.
Große Inflation, am 07.11.1923 kostet eine Semmel 2,5 Milliarden Mark, ein Pfund Butter 120 Milliarden. 1923 erfolgt dann die Währungsreform von Mark zu Reichsmark.
I. Weltkrieg
Die Trambahn von München geht bis Grünwald.
Straßlach hat 243 Einwohner in 41 Haushalten.
Gründung des "Obst- und Gartenbauvereins Dingharting" vom früheren Lehrer und späteren Schulrat Josef Braun. Zweck des Vereins: den Obst- und Gemüseanbau und deren Verwertung im bäuerlichen Haushalt anzukurbeln. Ausschlagebend war eine Aufforderung des Kronprinzen Rupprecht von Bayern, der der großen Einfuhr von Gemüse, Obst und Honig überdrüssig war und die Lehrer, Schulleiter und Pfarrherrn aufforderte in den Gemeinden für mehr Eigenintitiative zum Anbau von Obstbäumen und Gemüse zu werben.
Die Zeit von 1849 - 1913 war geprägt von einem Aufschwung in der Wissenschaft und Forschung. Insbesondere die Landwirtschaft sollte von den neuen Errungenschaften profitieren. Wichtige Themen waren die Bodenfruchtbarkeit und die Zuführung von Mineraldünger (Justus von Liebig). Parallel dazu wurde die Pflanzenzüchtung vorangetrieben. 1902 wurde die Landessaatzuchtanstalt an der Königlichen Akademie Weihenstephan gegründet.
Großdingharting wird elektrifiziert.
Die historischen Aufnahmen aus der Zeit ab ca. 1900 zeigen den ländlichen Alltag in Großdingharting, Kleindingharting, dem Deininger Weiher und Straßlach. Alle stammen aus dem Archiv von Katharina Strobl. Herzlichen Dank, dass wir diese Schätze hier zeigen dürfen!























